Bereits vor etwa tausend Jahren wurde in der Gegend um Neuburg Untertagebau betrieben. Damals schürften die Bergleute jedoch nach Eisenerzknollen oder Ton. Ab dem 19. Jahrhundert begann die verstärkte Nachfrage nach der Kieselerde, die hauptsächlich aus offenen Gruben, aber auch im Untertagebau gefördert wurde. Der Abbau unter Tage entstand aus dem Vorteil, dass man bei jedem Wetter mit einfachem Gerät fördern konnte. Aus Sicherheitsgründen muss man dabei aber in Kauf nehmen, große Teile einer Lagerstätte nicht nutzen zu können. Mit modernsten Gerätschaften wie Baggern, Schwerlastwagen und Pumpen ist nun ein Abbau über Tage nicht nur wesentlich sicherer, er ermöglicht zudem den fast vollständigen Abbau eines Vorkommens. 1979 schließt Hoffmann den Untertagebau und damit auch ein ganzes Kapitel in der Geschichte des Kieselerde-Abbaus.