1935

Das blühende Geschäft mit der Kieselerde hat aber auch eine Schattenseite: Die Berufskrankheit Silikose. Diese Staublungenerkrankung wird in den 20er bis 30er Jahren erkannt. Als die Ursachen dieser Krankheit bekannt sind, machen sich Franz und Felix Hoffmann zusammen mit dem findigen Werksmeister Bayerle an die Problemlösung. Es entsteht ein Balg aus Seidenstoff, der über den Kopf gestülpt und von einem Kompressor mit frischer Luft versorgt wird. Es ist wahrscheinlich die erste Frischluftmaske der Welt. Noch gibt es keine Arbeitsschutzvorschriften, die solche Schutzmaßnahmen vorgeschrieben hätten, dennoch wird die Maske ständig weiterentwickelt. Denn die Investition in die Mitarbeiter wird bei Hoffmann schon immer als Investition in die Zukunft gesehen. Ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Zukunft wird 1935 getan. Mit einem großen Grundstücksbesitzer, der Stiftung Studienseminar Neuburg, einigt man sich auf einen 50-jährigen Abbauvertrag.