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Einweihung neue Pulvertechnik (05.10.2005)
Millioneninvestition in innovative Technik / Feierlichkeiten mit zahlreichen Gästen
Am 29. September 2005 hat das Unternehmen rund 180 Gäste - Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Behörden, Banken, Kunden, Geschäftsfreunde und Mitarbeiter zur Einweihung seiner neuen Pulvertechnik eingeladen. Seit Jahresanfang steht in Neuburg (Donau) nach insgesamt 18 Monaten Bauzeit eine Anlage mit zukunftsweisender Infrastruktur für das Geschäftsfeld Lohnfertigung bereit. Der offiziellen Eröffnung durch Inhaber Manfred Hoffmann jr. folgten Grußworte an die Anwesenden durch Landrat Dr. Richard Keßler und dem 2. Bürgermeister Heinz Enghuber. Anschließend ließ Produktmanager Dr. Alexander Risch in seiner Rede speziell die Entwicklung der Dienstleistung Lohnfertigung Revue passieren.
HOFFMANN MINERAL wurde 1903 als Bergbauunternehmen für den Abbau von Neuburger Kieselerde gegründet und bietet seit Anfang der 80er Jahre Lohnfertigungskapazitäten an.
Ursprünglich für die eigene Produktpalette der Aktisil-Typten konzipiert, konnte mit der immer noch voll aktiven ersten Produktionsanlage im Laufe der Zeit eine Vielzahl von Aufträgen für andere Unternehmen bedient werden, die zum Teil natürlich auch heute noch Kunden sind. Die Oberflächenbehandlung von Aluminiumhydroxiden der Firma Nabaltec mit diversen Silanen ist nur ein zukunftsträchtiges Beispiel.
Die im Laufe der letzten Jahre durchgeführten Veredelungen von Zinkoxid, Calcium Carbonat, Glimmer, Talk, Wollastonit, Kaolin oder kalziniertem Kaolin führten den Trend der "multimineralischen" Nutzbarkeit weiter. Im Wesentlichen werden zwei Mischkonzepte für pulverförmige Rohstoffe in der Produktionsanlage verwirklicht. Zum einen das reine, gleichverteilte Mischen dieser Pulver mit deutlich unterschiedlichem Mengenanteil. Zum anderen das Modifizieren der Eigenschaften pulverförmiger Rohstoffe durch Zugabe unterschiedlichster Zusatzstoffe. Meist erfolgt diese Zugabe in flüssiger Form, wobei am Ende des Prozesse wieder ein Pulver resultiert. Falls notwendig, kann man bei diesem Prozeß noch Temperatur einbringen. Gerade solch spezialisierten Produktionsanlagen sind für viele unserer Kunden nicht rentabel. Zusätzlich wird enorm viel Know-how von unserer Forschung und Entwicklung eingebracht, um genau den richtigen Zusatzstoff für die vom Kunden gewünschte Eigenschaft zu entwickeln.
Aber die Dienstleistung Lohnfertigung besteht bei HOFFMANN MINERAL nicht nur aus dem Mischen und Homogenisieren oder der Oberflächenbehandlung und Veredelung von pulverförmigen Rohstoffen. Es ist ein Gesamtpaket, auf Neudeutsch "full service", das, mit der Betonung auf Leistung, vor allem die Bedürfnisse der Kunden in den Vordergrund rückt. Rohstoffbezug, Produktentwicklung, Mustererstellung, Qualitätssicherung, Produktion, Verpackung, Logistik und Versand bindet diese Leistungen der entsprechenden Abteilungen und Mitarbeiter mit ein, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Dies wiederum kann man nur, wenn man die richtigen Mitarbeiter hat. Wenn die Mitarbeit aus Mitdenken besteht. Wenn unsere Leute im Betrieb mit untrüglichem Gespür für Situationen gründlich überlegen und schnell handeln oder zupacken. Diese Mitarbeiter hat HOFFMANN MINERAL.
Dies sind alles Argumente, die diesem Bereich zukünftig sehr gute Wachstumschancen garantieren. Die erfolgreiche
Entwicklung ließ sich mit Zahlen belegen. Wurden 1997 noch knapp 900 Tonnen produziert, sind es heute fast 3000 Tonnen. Insbesondere diese positive Entwicklung war es, die mehr Kapazität und schlussendlich einen Neubau notwendig machte. Das neue Produktionsgebäude bietet modernste Anlagentechnik, die einen effizienten Materialfluß von der Rohstoffanlieferung bis hin zur Lagerung der Fertigware bietet. Insgesamt investierte HOFFMANN MINERAL rund 4 Millionen Euro in die neue Anlage. Diese Investition dient neben motivierten Mitarbeitern und der bestehenden hohen Innovationskraft dazu, neue Märkte zu erschließen und damit eine Basis zu schaffen, um langfristig die Lohnfertigung bei HOFFMANN MINERAL zum zweiten Standbein auszubauen.
Kieselerde-Graffiti-Kunst am Silofahrzeug (03.03.2004)
Haben Graffiti und Kunst etwas gemeinsam, werden Sie sich fragen? Nicht jeder empfindet die meist illegal und
unbeauftragt gesprühten Bilder und Zeichen (Tags), die sich schon auf mancher Mauer, S-Bahn oder Unterführung über Nacht gezeigt haben, unbedingt als Kunst. Selten ist ein Motiv oder ein Bild auf den ersten Blick für ein ungeübtes Auge ganz erkennbar und so richtige Akzeptanz finden auch heute noch bei vielen Mitmenschen diese "Schmierereien" immer noch nicht. Einer der Gründe hierfür ist wohl, dass Graffiti in den 80er und 90er Jahren besonders in Großstädten eine Art von revolutionärem Ausdruck der Jugendlichen einer niedrigen sozialen Gesellschaftsschicht war, mit der sie auf ihre Missstände aufmerksam machen wollten. Heute können sich besonders die begabten Sprüher aus der Illegalität herausbewegen, da Städte und Gemeinden auf diese Art der alternativen Kunstbewegung aufmerksam geworden sind und den Künstlern Flächen zum Anbringen ihrer Graffiti-Bilder anbieten. Längst ist Graffiti ein Kulturphänomen!
So entstand auch der Kontakt zwischen Wolfgang Asam von der Spedition Asam in Aichach und einem jungen chinesischem Sprayer, Daniel Man Ken-Young, der ihm von der Polizei als bekannter Sprüher vermittelt wurde. Wolfgang Asam wollte seine Silofahrzeuge mit Graffiti künstlerisch gestalten lassen, weil ihm diese Art von Darstellung schon immer gut gefallen hat. So wurde der erste von einer Vielzahl von Silofahrzeugen besprüht, alle mit unterschiedlichen Motiven, je nach den Inhalten, die in diesen Silos befördert wurden, oder mit Bildern, die der Herkunft des Künstler entsprachen. Jedes Fahrzeug für sich ist in seiner Gestaltung einzigartig und so auffällig, dass die Firma HERPA, bekannt für ihre Modellautos im Maßstab 1:87, von ein paar dieser Fahrzeuge Modelle für ihre große Fan- und Sammlergemeinde produzierte. So schließt sich der Kreis und die Spedition Asam konnte sich mit ihren Fahrzeugen in die Künstlergalerie der Modellautoliebhaber einreihen.
Vielleicht haben Sie als Kunde, der mit Siloware beliefert wird, das eine oder andere Fahrzeug schon zum Beladen in Ihren Hof fahren sehen. Dass diese Autos "Hingucker" sind, wurde uns schon von vielen Seiten bestätigt und wir haben dieses Lob an Wolfgang Asam weitergegeben. Als im vergangenen Jahr der Fuhrpark der Spedition Asam um einen 60 m³ Siloaufleger erweitert wurde, sprach uns Wolfgang Asam an, ob wir nicht ein Graffiti-Motiv, das zu HOFFMANN MINERAL und unserer Kieselerde passt, für dieses Fahrzeug finanzieren würden. Abstrakte, bunte Graffiti oder nur die Anbringung unseres Logos wurde ausgeschlossen, aber bei Gesprächen mit dem Künstler Daniel Man Ken-Young brachten wir ihm die Kieselerde, die aus der Erde als Rohstoff gewonnen wird, näher und Daniel fing sofort zu skizzieren an. Kieselerde als Wort, eingepasst in Natur und Landschaft, das alles in Graffiti-Kunst auf einem gewölbten Silokörper - man kann sich vorstellen, dass das nicht so einfach umzusetzen ist. Aber das Ergebnis lässt sich sehen und so entstand in einer Woche akribischer Sprüharbeit bei der Lackiererei Schöne in Everswinkel (NRW) ein Silofahrzeug mit einem auf uns angepassten Motiv, das seinesgleichen sucht. Dieses Fahrzeug fuhr am 18. Februar das erste Mal zu uns in den Hof, frisch lackiert und mit vielen roten Luftballons herausgeputzt, Premiere für uns, dem Team vom Vertrieb und Marketing, sowie unserer Geschäftsleitung, die für die Übergabe extra ihre Sitzung unterbrach.
Wir freuen uns sehr über dieses Fahrzeug und wollten Sie auch ein bisschen an dieser Aktion teilhaben lassen. Bei unserer 100-Jahr-Feier 2003, haben wir die Kieselerde bereits als glanzvolles Musical gefeiert. Nun können wir mit Fug und Recht behaupten, dass wir auch das moderne Kunstphänomen "Graffiti" für uns gewonnen haben.
Bestellen Sie doch einmal die Kieselerde im Silofahrzeug, dann können Sie unseren "Hingucker-Silo" auch bei sich auf dem Hof stehen sehen. Wenn es aus produktionstechnischen Gründen nicht möglich ist, seien Sie im Moment nicht enttäuscht, vielleicht gibt es im Laufe des Jahres noch eine andere Möglichkeit, diese "Kieselerde-Silo" zu sehen - lassen Sie sich überraschen!
"Alle Mann an Bord" auf der European Coatings Show 2003 in Nürnberg (15.03.2003)
"Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön ..." unter diesem Motto haben wir unsere Kunden auf die
diesjährige Farbe+Lack-Messe nach Nürnberg eingeladen. Da Neuburger Kieselerde ein wichtiger Füllstoff für den Einsatz in Korrosions schutzfarben für den Anstrich von Containerschiffen und Luxuslinern ist und wir auf der Messe speziell diesen Bereich hervor heben wollten, lag der Bau eines Schiffes nahe. Wir wollten doch mit unserem Stand im Besonderen die Aufmerksamkeit der Hersteller dieser Farben erregen. Der Standplatz, der uns von der Nürnberger Messe zugeteilt wurde, hatte ein spitzes Eck mit 45° und das bot sich geradezu an, hier einen Schiffsbug zu bauen. So sah unser Stand wie das Oberdeck eines Luxusschiffs aus, mit Edelstahlgeländer, Mahagoniparkett, passenden Segeltuchstühlen, Teakholztischen und einer Bar, an der leckere Cocktails serviert wurden. An jedem der drei Messetage legten wir mit unserer "MS HOFFMANN MINERAL" an einem anderen Ort der Welt an - symbolisch gesehen - mit entsprechenden Cocktails und leckeren Häppchen waren wir zunächst in Italien, dann in Asien und zum Schluss noch in Spanien.
Die Resonanz unserer Besucher und Kunden war sehr positiv. Nicht nur die gute Bewirtung, sondern der gesamte Auftritt zog die Messebesucher an. In der täglich erscheinenden Messezeitung wurde gleich am ersten Tag ein Foto unseres Standes veröffentlicht.
Auch unsere druckfrische neue Broschüre wurde sehr gelobt. Obwohl wir reichlich geplant hatten, mussten wir dennoch Broschüren aus Neuburg nachliefern lassen.
Alles in allem können wir sagen, dass ein erfolgreicher Messeauftritt hinter uns liegt und "alle Mann an Bord" auch "mit voller Kraft voraus" und "steifer Brise" wieder im Heimathafen Neuburg angelegt sind!




