Bewerbungstipps
Bewerben heißt für sich Werbung machen. Das heißt, Sie müssen auf sich aufmerksam machen und uns davon überzeugen, dass wir Ihnen und keiner/keinem anderen den begehrten Ausbildungsplatz anbieten sollen. Sie müssen sich dabei immer vor Augen führen, dass auch unsere Kapazitäten begrenzt sind und auf einen Ausbildungsplatz oft mehr als hundert Bewerbungen kommen.
Wir erwarten von Ihnen als Schulabgänger natürlich keine umfangreiche oder übertriebene Bewerbungsmappe. Es genügt vielmehr ein ordentlicher Schnellhefter mit Klarsichtdeckel, der aber folgende Unterlagen - im DIN-A4-Format - in jedem Fall beinhalten muss:
- Anschreiben
- Tabellarischer Lebenslauf
- Letztes Schulzeugnis
- Zeugnisse über bereits abgeleistete Praktika (soweit vorhanden)
Anschreiben
Im Anschreiben - das selbstverständlich vom Briefkopf über das Datum bis hin zur Unterschrift formvollendet ist - sollte der Hinweis auf den angestrebten Ausbildungsberuf und den Ausbildungsbeginn im Betreff nicht fehlen. Von Vorteil wäre es auch, wenn kurz begründet wird, warum gerade dieser Ausbildungsberuf für Sie interessant ist. Generell gilt jedoch, dass kein "Roman" daraus werden soll, in dem beispielsweise Teile des Lebenslaufs wiederholt werden. Als Faustregel gilt, dass das Anschreiben auf keinen Fall mehr als eine Seite umfassen darf und dass der Textteil nach Möglichkeit nicht mehr als drei Absätze lang sein sollte. Versetzen sich einfach in die Lage dessen, der Ihre Bewerbung lesen muss und der die schwierige Aufgabe hat, aus vielen Bewerbungen die "richtigen" herauszufinden...
Das Anschreiben sollte übrigens nicht eingeheftet sein, sich aber in jedem Fall in der Bewerbungsmappe befinden und nicht lose ins Kuvert gesteckt werden, da es auf diese Weise - gerade wenn viele Bewerbungen eingehen - beim Auspacken gerne im Umschlag hängen bleiben und damit verloren gehen kann.
Lebenslauf
Auch der Lebenslauf sollte den Umfang einer Seite nicht überschreiten, diesen Raum aber auch ausschöpfen. Damit wir uns ein möglichst umfangreiches Bild von Ihnen machen können, dürfen so neben den üblichen Angaben zur Schulbildung und zu etwaigen Praktika durchaus auch Angaben zu speziellen Fähigkeiten, Interessen, Hobbies, Freizeitaktivitäten und ehrenamtlichen Tätigkeiten enthalten sein. Am Ende sollte zudem ein Datum stehen, das mit dem Datum des Anschreibens übereinstimmt. Angaben zu Ihrem Geburtstag, Ihrem Geburtsort und Ihrer Religionszugehörigkeit müssen Sie hingegen nicht machen.
Foto
Ein Foto müssen Sie uns nicht schicken, da dies mit Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes nicht mehr geboten ist. Wenn Sie es dennoch tun wollen, sollten Sie es idealerweise - wie bisher üblich - in den Lebenslauf mit einbauen, d.h., entweder einkleben oder, wenn es ein digitales Bild ist, dort mit eindrucken. Auf keinen Fall sollte es auf dem Anschreiben fest gemacht sein, weil dieses in jedem Fall bei uns bleibt und dann nicht sichergestellt ist, dass Sie im Fall einer Absage das Bild wiederbekommen. Nicht gern gesehen sind auch Bilder, die mit einer Büroklammer an eines der Schriftstücke oder gar außen an die Mappe geheftet werden.
Grundsätzliches
Ganz grundsätzlich gilt, dass die Bewerbung sauber und ordentlich sein muss, denn die äußere Form ist das erste, was den Empfänger beeindruckt. Wir müssen "Lust" bekommen, sich die Bewerbung genauer anzuschauen - und das hält sich bei fliegenden, zusammengefalteten oder eingerissenen Blättern, abgegriffenen oder gar beschädigten Mappen, Fettflecken, Eselsohren, gravierenden Form- oder Rechtschreibfehlern, kleinen oder schwer lesbaren Schriftarten (oder gar Handschrift), unleserlichen Kopien und dergleichen in Grenzen.
Aus den gleichen Grund raten wir vorerst auch noch davon ab, uns per E-Mail eine Bewerbung zukommen zu lassen. Denn die müssen wir in aller Regel ausdrucken, und dann kann sie mit einer herkömmlichen Bewerbung, wie sie halt immer noch die Regel ist, schon von der Form her nicht mehr mithalten.



